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Salzgitter: Bedrohungslage? Polizei widerspricht Messer-Gerüchten – und appelliert an Eltern

Entwarnung nach einer angeblichen Bedrohungslage in Salzgitter! Offenbar war alles zum Glück weniger schlimm als gedacht.

© Rudolf Karliczek

Polizisten üben im Amok-Trainingszentrum

Im Amok-Trainingszentrum in Bochum trainieren Polizisten für den Ernstfall.

Viel Lärm um nichts in Salzgitter? So in etwa sieht es zumindest derzeit aus.

Die Polizei Salzgitter klärt auf – und widerspricht in Teilen auch Gerüchten in den sozialen Medien.

Salzgitter: Großeinsatz an Realschule

Klar ist: Am Montagmittag (22. Januar) hat es an der Gottfried-Linke-Realschule im Hans-Böckler-Ring eine angebliche „Bedrohungslage“ mit einem Messer gegeben. Die Polizei musste vom Schlimmsten ausgehen und schickte – wie immer in so einem Fall – vergleichsweise viele Einsatzkräfte zur Schule, um sie abzusichern.

Schnell konnten die Beamten dann auch einen Schüler in einem Klassenraum ausfindig machen, der für die angebliche Messer-Bedrohung verantwortlich sein sollte. Daher nahm die Polizei den Schüler zunächst mit auf die Wache.

+++ Salzgitter: Amok-Drohung an Schule! Polizei reagiert sofort +++

Laut Polizei Salzgitter haben aber alle bisherigen Ermittlungen ergeben, dass der Schüler zur Tatzeit niemals ein Messer gezückt hatte, um andere zu bedrohen. Er habe lediglich ein Messer dabei gehabt, hieß es nach dem aufsehenerregenden Einsatz.

In Salzgitter soll ein Schüler mit einem Messer gedroht haben. Aber die Polizei widerspricht der Darstellung.
In Salzgitter soll ein Schüler mit einem Messer gedroht haben. Aber die Polizei widerspricht der Darstellung. Foto: Rudolf Karliczek

Der Polizei zufolge hatte sich das Ganze etwas anders dargestellt, als in sozialen Medien verbreitet. Demnach sollen sich mehrere Schüler der Realschule auf dem Schulhof gestritten haben. Der verdächtigte Schüler habe dann sogar zwischen den Parteien schlichten wollen, hieß es am Nachmittag. Dennoch leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung ein.

Salzgitter: Appell an Eltern

Online hatte der Vorfall in Fredenberg da schon hohe Wellen geschlagen. Polizeisprecher Matthias Pintak rät im News38-Gespräch allen betroffenen Eltern in solchen Fällen, erstmal, die Ruhe zu bewahren – „ich weiß, dass das immer leicht gesagt und alles andere als einfach ist.“ Die Polizei rate auch immer, die Schule nicht direkt anzufahren, um das Kind rauszuholen.


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„Ich würde bei echten Lagen immer dazu raten, den offiziellen sozialen Kanälen der Polizei zu folgen. Auf keinen Fall sollte man Gerüchte, Nachrichten oder Fotos, die man selbst aufs Handy bekommen hat, teilen“, sagt Pintak. Die Polizei mache professionell ihren Job.