Trumps Ankündigung zur Änderung des „Golfs von Mexiko“ zum „Golf von Amerika“ schlägt große Wellen. Auch ein Braunschweiger Verlag muss sich nun ganz genau überlegen, wie damit umgegangen wird.
Eins schonmal vorweg: Das Braunschweiger Unternehmen spricht sich klar gegen die Änderung aus. Bei einem weiteren Vorhaben sieht die Lage allerdings anders aus.
Namensänderung in den USA
Nachdem Trump angekündigt hat, den „Golf von Mexiko“ in den „Golf von Amerika“ umzubenennen, haben auch Konzerne wie Google den neuen Namen übernommen – zumindest bei der Nutzung des Kartenservices in den USA. In anderen Ländern werden beide Bezeichnungen angezeigt. Auch in Braunschweig wird die Änderung diskutiert.
+++ Braunschweiger Firma taucht bei „Heute Show“ auf – „Ausdrücklich kein Witz“ +++
Anders als bei Gebieten in den USA ist der Golf von Mexiko Teil der internationalen Gewässer – er gehört also niemandem. Zumindest in den USA kann Donald Trump den Namen also ändern. Gefolgt werden muss der Änderung allerdings nicht. Das hat auch die Westermann Gruppe in Braunschweig vor, die unter anderem den „Diercke-Atlas“ herausbringt.
Braunschweiger Verlag will Änderung nicht übernehmen
„Deswegen werden wir ad hoc nichts ändern“, stellt Thomas Michael, Geschäftsführer für Kartografie und Geografie der Westermann Gruppe in Braunschweig, im Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ klar. „Die Redaktion orientiert sich vor allem an Vorgaben und Empfehlungen der Gremien der Vereinten Nationen, muss aber auch auf die Traditionen und Gewohnheiten bei uns schauen“, erklärt er zu Namensgebungen.
Mehr News:
Namensumbenennungen gebe es häufiger. „Wir schauen uns das regelmäßig an und übernehmen sie, wenn es den internationalen Richtlinien entspricht“, sagt Thomas Michael weiter. Im Falle des Berg Denali in Alaska ist die Lage anders, als beim „Golf von Mexiko“. Weil er im Gebiet der USA liegt, hat auch Trump eine freie Hand. Wenn die dafür verantwortlichen Gremien eine Umbenennung anordnen, wird auch der Westermann-Verlag in Braunschweig den Namen Mount McKinley verwenden, so Thomas Michael.