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Ulm: Nach Geiselnahme bei Starbucks – Schock-Details kommen ans Licht

Nach der Geiselnahme in einem Starbucks in Ulm ermittelt die Polizei weiter zu den Hintergründen. Das ist schon über den Täter bekannt.

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So entsteht ein Phantombild

Ingo von Westphal ist Phantombildzeichner. Uns hat er erklärt, wie ein Phantombild entsteht.

Groß-Alarm in Ulm (Baden-Württemberg)! Auf dem Münsterplatz in der Innenstadt hat ein Unbekannter am Freitagabend (26. Januar) mehrere Personen in einer Starbucks-Filiale gefangen gehalten.

Die Polizei sprach von „akuter Lebensgefahr“. Aufgrund der Bedrohungslage wurde der Ulmer Münsterplatz komplett geräumt. Nach knapp drei Stunden war die Geiselnahme beendet, der 44-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen.

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Ulm: Unbekannter nimmt sechs Geiseln

Wie die Polizei Ulm auf X (ehemals Twitter) am Freitagabend bekannt gab, lief in der badem-württembergischen Stadt ein großer Einsatz. Dieser soll um 18.45 Uhr begonnen haben. Der „nördliche Münsterplatz ist abgesperrt“.

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Ein bewaffneter Mann hatte die Starbucks-Filiale am Ulmer Münster betreten, zu diesem Zeitpunkt befanden sich dort etwa 13 Gäste. Sechs von ihnen brachte der Mann in seine Gewalt.

Fünf davon ließ er gehen, erst gegen 20.20 versuchte der 44-Jährige, das Café in der Ulmer City mit einer Geisel zu verlassen. Daraufhin hatten Beamte Schüsse abgegeben und den mutmaßlichen Geiselnehmer festgenommen. Der Mann wurde bei der Aktion schwer verletzt. Er kam in ein Krankenhaus, wird dort auch noch am Samstag (27. Januar) behandelt. Die Geiseln blieben glücklicherweise alle unverletzt, müssen allerdings von Seelsorgern betreut werden.

Ulm: Tatverdächtiger soll unter Trauma leiden

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den seitens des Täters mitgeführten Waffen um keine Schusswaffen, sondern um täuschend echt aussehende Soft-Air-Waffen handelte. In einer mitgeführten Tasche und seinem Fahrzeug konnten weitere Waffen, wie Messer und Äxte sowie eine Machete sichergestellt werden. Die Hintergründe zum Motiv des 44-jährigen deutschen Tatverdächtigen sind noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.

Laut „Bild“ soll der Täter Afghanistan-Veteran sein, war dort zwei Mal im Einsatz. Seit etwa drei Jahren leidet er unter einer sogenannten „Posttraumatischen Belastungsstörung“. Er soll sich in einer Spezialklinik der Bundeswehr-Uni um Behandlung beworben haben, hat aber bisher keinen Platz bekommen.

Nächster Horror-Fall in Baden-Württemberg

Erst am Donnerstagvormittag (25. Januar) löste ein anderer Fall aus Baden-Württemberg deutschlandweites Entsetzen aus. An einer Schule in St. Leon-Rot war nur einen Tag zuvor eine Schülerin getötet worden.


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Die Polizei ging zunächst von einem Beziehungsdrama aus. Täter und Opfer sollen sich demnach gekannt haben. Der Täter aus St. Leon-Rot ergriff nach seiner abscheulichen Tat die Flucht. Nach wie vor konnte die Polizei ihn noch nicht stellen. Mehr Informationen zum Fall liest du hier >>>. (mit dpa)