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Bahnstreik: Bei IHNEN löst er Jubel aus – und es sind nicht die Lokführer

Während der angekündigte Bahnstreik für viele Passagiere eine echte Katastrophe darstellt, gibt es doch einige, die sich darüber freuen.

© IMAGO/Hanno Bode

Lokführer bestreiken Personenverkehr - Notfahrplan gilt

Bundesweit hat am frühen Mittwochmorgen der Streik der Lokführer im Personenverkehr begonnen. Enden soll der Streik am Freitag um 18.00 Uhr. Bis dahin gilt ein Notfahrplan der Deutschen Bahn. Fahrgästen wurde empfohlen, ihre Reise wenn möglich zu verschieben oder sich nach alternativen Verbindungen zu erkundigen. Tickets behalten nach Bahn-Angaben ihre Gültigkeit, die Zugbindung ist aufgehoben. 

Bei den meisten Menschen sorgte der angekündigte Bahnstreik für jede Menge Unmut. Zahlreiche Reisen mussten abgesagt oder verschoben werden und auch der lange Zeitraum sorgt nicht gerade für Freude. Den Bahnreisenden steht der längste Bahnstreik in der Geschichte Deutschlands bevor!

Ganze sechs Tage lang steht ein Großteil der Züge der Deutschen Bahn still. Doch das Leid des einen ist des anderen Freud. Während der Bahnstreik für die einen eine absolute Katastrophe ist, gibt es auf der anderen Seite auch Gewinner.

Bahnstreik: Grund zur Freude?

Der Bahnstreik, der am Mittwoch (24. Januar) in der früh um 2 Uhr beginnen und bis Montag (29. Januar) um 18 Uhr andauern soll, wird dafür sorgen, dass die Schienen ziemlich leer bleiben. Zahlreiche Menschen müssen daher auf das Auto umsteigen, was gerade im Berufsverkehr für Verkehrschaos und Stau sorgen könnte. Und was machen die, die kein eigenes Auto haben?


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Hier kommen alternative Angebote ins Spiel. Dazu zählen Carsharing, Taxiunternehmen und Airlines. So erzählte ein Sprecher des Autovermieters Sixt: „Aktuell beobachten wir für diese Woche bundesweit eine deutlich erhöhte Nachfrage“. Andere Autovermieter berichten ähnliches. Der Leihwagen-Anbieter Billiger Mietwagen schreibt in seinen Mails frech: „Bye bye Bahnsinn, Hallo Carsharing“. Neben den Autovermietungen profitieren auch Airlines. „Eurowings verzeichnet in diesen Tagen die höchsten Buchungseingänge seit mehr als vier Jahren“, berichtete ein Sprecher der Lufthansa-Tochter der Nachrichtenagentur Reuters. 

„Nachfrage mehr als verdoppelt“

Das Unternehmen FlixBus, das mit FlixTrain auch auf den Schienen unterwegs ist und damit in direkter Konkurrenz zur Deutschen Bahn steht, gehört ebenfalls zu den Gewinnern des Bahnstreiks. „Wir sehen wie meistens, wenn Wettbewerber bestreikt werden, eine deutlich gestiegene Nachfrage“, betonte eine Sprecherin. Auch dieses Mal hätte sich die Nachfrage mehr als verdoppelt.


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Doch auch die vielen alternativen Angebote sind für viele Passagiere nur ein schwacher Trost. Gerade auf dem Weg in die Schule oder die Arbeit sind viele Menschen auf die Bahn angewiesen. Mehr zu den Hintergründen des Streiks kannst du hier nachlesen.