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Nächster Bahnstreik! GDL-Chef Weselsky schockt Pendler – „Länger und härter“

GDL-Chef Weselsky äußert sich während des aktuellen Tarifkonflikts mit der Deutschen Bahn eindeutig. Und das dürfte Pendlern nicht gefallen.

© IMAGO/photothek

Lokführer bestreiken Personenverkehr - Notfahrplan gilt

Bundesweit hat am frühen Mittwochmorgen der Streik der Lokführer im Personenverkehr begonnen. Enden soll der Streik am Freitag um 18.00 Uhr. Bis dahin gilt ein Notfahrplan der Deutschen Bahn. Fahrgästen wurde empfohlen, ihre Reise wenn möglich zu verschieben oder sich nach alternativen Verbindungen zu erkundigen. Tickets behalten nach Bahn-Angaben ihre Gültigkeit, die Zugbindung ist aufgehoben. 

Nach dem Streik ist vor dem Streik, oder wie ist das? So fühlt es sich zumindest für Bahnreisende an. Kunden der Deutschen Bahn mussten in den vergangenen Monaten starke Nerven beweisen. Der Tarifstreit zwischen der Bahn und der Lokführergesellschaft GDL will nicht so recht vorangehen und hat für die Passagiere zu viel zusätzlicher Planung, Umbuchungen und Ticket-Erstattungen geführt.

Hat das ganze Chaos jetzt ein Ende? So richtig positiv sieht die Antwort darauf nicht aus. GDL-Chef Claus Weselsky hat sich nun klar geäußert. Und eines ist eindeutig: Es soll für Bahnreisende bitter werden – womöglich schon in der nächsten Woche?

Bahn-Kunden aufgepasst: Droht der nächste Streik?

Es sind Worte, die eindeutiger nicht sein könnten. GDL-Chef Weselsky lehnt eine Vermittlung im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn klar ab. Über „grundgesetzliche Angelegenheiten“ lasse sich nicht schlichten, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Die Frage nach einem Tarifvertrag für Fahrdienstleiter – eine der zentralen Forderungen der GDL neben der Arbeitszeitverkürzung – würde er in keine Schlichterhand geben wollen.


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Zudem kündigte er weitere Bahnstreiks an, die es in sich haben könnten. Nachdem der vergangene dreitägige Streik am Freitagabend (12.01) zu Ende gegangen ist, äußerte Weselsky sich bei der anschließenden Pressekonferenz deutlich: „Vom Prinzip her wird es länger und härter – das ist die Botschaft. Ich glaube nicht, dass ich mir viel Zeit lasse“, stellte er klar.“ Der nächste Bahnstreik könnte also schon in den nächsten Tagen ein Thema werden.

Die zentralen Forderungen

Doch die Weichen sind nicht auf Versöhnung gestellt. Die Gewerkschaft fordert eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Bahn lehnt das bisher ab, bietet aber Arbeitszeit-Wahl-Modelle an. Wer seine Arbeitszeit reduziert, muss allerdings finanzielle Einbußen hinnehmen.


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Immerhin eine gute Nachricht gibt es: Einen unbefristeten Streik schließt Weselsky weiterhin aus. Eine Verlängerung der Arbeitsniederlegungen sei jedoch möglich: „Ob ich jetzt drei oder fünf Tage Streik mache, das hängt davon ab, was passiert“, erklärte er. Damit hat Weselsky den Druck enorm erhöht. Jetzt ist die Deutsche Bahn am Zug.