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Bahnstreik: Doch noch kein Ende! Kunden müssen mit dem Schlimmsten rechnen

Alle sehnen das Ende des Bahnstreiks vorbei. Doch am Freitagabend ist längst nicht Schluss. Pendler und Reisende müssen weiter zittern.

© imago/Christian Ohde

Deutsche Bahn: Die Geschichte des deutschen Eisenbahnkonzerns

Seit Mittwoch (10. Januar) müssen Millionen Pendler und Reisende schon die Zähne zusammenbeißen. Bahnstreik, Bauernproteste und seit Donnerstagabend auch noch heftiges, flächendeckendes Glatteis in der nördlichen Hälfte Deutschlands, verbunden mit Staus und Unfällen – es kommt einfach alles zusammen.

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Am Freitag (12. Januar ) um 18 Uhr soll zumindest der Bahnstreik enden. Eigentlich. Doch für die Kunden gibt es keine Entwarnung. Sie müssen mit dem Schlimmsten rechnen, was Pendlern und Reisenden passieren kann.

Bahnstreik-Auswirkungen bis Samstag

Der Countdown zum möglichen Ende des Bahnstreiks läuft – aber bis dahin bleibt die Lage turbulent. Nur etwa 20 Prozent der üblichen Fernverkehrsfahrten werden an diesem Freitag angeboten. Und der Regionalverkehr? Ein Flickenteppich! Zwar will die Lokführergewerkschaft GDL „nur noch“ bis 18 Uhr die Deutsche Bahn und das Bahn-Unternehmen Transdev deutschlandweit lahmlegen. Auch nach dem diesem Zeitpunkt wird keine Ruhe einkehren!

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Es werden weiterhin erhebliche Verspätungen und Ausfälle erwartet. Denn nach drei Tagen Streik wird es stellenweise bis in den Samstag hinein dauern, bis sich alles wieder „eingeruckelt“ hat. Und auch der Notfahrplan der Bahn bleibt vorerst bestehen. Vor allem im Nah- und S-Bahnverkehr wird die Normalität noch auf sich warten lassen.

Neuer Bahnstreik schon nächste Woche?

Doch nicht nur deshalb müssen Bahn-Kunden zittern. Viel schlimmer noch: GDL-Chef Claus Weselsky hat bereits angekündigt, dass der aktuelle Bahnstreik nicht etwa der Höhepunkt des Arbeitskampfes ist, sondern wahrscheinlich erst der Anfang. Weselsky will unbedingt eine Arbeitszeitverkürzung für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich durchsetzen. Doch die Bahn lehnt die Forderung bisher entschieden ab.

Pendler und Reise werden die Leidtragenden sein. Aktuell sieht es jedenfalls überhaupt nicht so aus, als hätte der Bahnstreik Bewegung in den festgefahrenen Tarifkonflikt gebracht. Neue Verhandlungstermine? Gibt es nicht! Und so droht GDL-Chef Weselsky bereits mit einem erneuten Bahnstreik. Schon in der kommenden Woche könnte es so weit sein! Eine Horror-Vorstellung für alle Bahn-Kunden. Weselsky hat von den GDL-Mitgliedern das Votum für einen unbefristeten Ausstand bekommen. Er selbst will weitere Bahnstreiks jedoch auf bis zu fünf Tage begrenzen.


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Auch in früheren Tarifrunden waren mehrtägige Streiks keine Seltenheit. Der bisherige Rekord? 127 Stunden im Personenverkehr und 138 Stunden im Güterverkehr im Mai 2015. Jetzt zittern Reisende und Pendler, dass sich so etwas neun Jahre später nicht wiederholt.