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A2 in Niedersachsen: Bauern-Blockade mit Mist und Holz – Politik mit Knallhart-Ansage

Auf der A2 in Niedersachsen legten Protestzüge vor Kurzem den Verkehr lahm. Jetzt gibt es auch Kritik aus der Politik.

© Ralf Büchler

Bauernproteste und Lokführer-Streiks: Deutschland vor Chaos-Woche?

Obwohl die Bundesregierung die geplanten Kürzungen im Agrarbereich weitgehend zurückgenommen hat, bereiten Bauern gemeinsam mit dem Transportsektor und teils weiteren Branchen massive bundesweite Proteste ab Montag vor. Polizei und Behörden rechnen mit starken Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Proteste der Landwirte ziehen seit einigen Wochen durch ganz Deutschland. Auch Autofahrer auf der A2 in Niedersachsen haben die Wut der Bauern zu spüren bekommen.

Erst vor Kurzem haben einige Landwirte mit ihren Traktoren die gesamte Fahrbahn auf der A2 in Niedersachsen blockiert. Das störte nicht nur die Autofahrer, die zu der Zeit auf der Autobahn unterwegs waren, sondern auch die Polizei – und die Politik.

A2 in Niedersachen: Bauern-Blockade sorgt für Wut

Seit einigen Wochen protestieren Landwirte in ganz Deutschland. Grund dafür sind geplante Kürzungen der Ampel-Regierung. Ihre Demonstrationen gehen auch jetzt noch weiter. Viele der Landwirte blockieren bei ihren Protesten ganze Autobahnen. Vor Kurzem waren sie auf der A2 bei Braunschweig unterwegs. Direkt am Morgen machten sich 40 Traktoren auf den Weg und sorgten dafür, dass kein Weiterfahren mehr möglich war.

Auf der Fahrbahn in Höhe der Raststätte Zweidorfer Holz luden sie Baumstämme, alte Autoreifen sowie Mist ab. Die Polizei konnte zwar schnell reagieren, war aber auf den Protest nicht vorbereitet. Die Aktion der Bauern war nämlich nicht angemeldet. Nach dem Einsatz sagte ein Polizeisprecher, die Landwirte waren zwar bisher immer sehr kooperativ gewesen, an diesem Tag seien viele der Bauern aber unkooperativ gewesen. Das gab jetzt auch Kritik vom Land Niedersachsen und der Politik.

Kritik an Bauern-Aktion auf der A2

Das Land Niedersachsen will jetzt konsequent gegen Landwirte vorgehen, die bei ihren Protestaktionen zu weit gehen – so wie bei der Aktion auf der A2, wo Mist und Baumstämme direkt auf der Fahrbahn abgeladen wurden. „Bei allem Verständnis für die Beweggründe der Landwirte gibt es Grenzen, die einzuhalten sind. Wer Straftaten begeht, muss dafür bestraft werden – egal, wie wichtig das Anliegen ist, das dahintersteht“, sagte Justizministerin Kathrin Wahlmann im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.


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Sie zieht jetzt auch eine Verbindung zu Klimaaktivisten, wie von der „Letzten Generation“, die sich als Protest auf den Straßen festkleben. Justizministerin Wahlmann findet die Gründe der Demonstrationen, sowohl von Klimaaktivisten als auch von Bauern, wichtig. Trotzdem appelliert sie im Interview weiter, sich dabei an Recht und Gesetze zu halten.