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Harzer Traditionsunternehmen in der Krise! Ist ausgezeichnet nicht gut genug?

Ein uraltes Unternehmen aus dem Harz steckt in einer Krise! Nach so vielen Jahren und nach Auszeichnungen gibt es trotzdem Probleme.

Harz

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Im Harz hat es ein Unternehmen besonders schwer! Seit Jahrhunderten gehen sie ihrer Arbeit nach, aber wie soll es jetzt jedoch weitergehen?

Ist die Qualität der Produkte trotz eines Gütesiegels zu schlecht? Oder hat die Krise einen anderen Grund? Die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet von der misslichen Lage.

Harz: Aus der Not heraus entstanden

Aufgrund eines Brandes, dem fast alle Gebäude des Anwesens im Jahr 1676 zum Opfer gefallen seien, hat man 1682 besagtes Unternehmen gegründet. So habe man das Kloster Wöltingerode retten und wieder aufbauen können, berichtet die Braunschweiger Zeitung. Die Brennerei des Klosters gibt es heute noch – und sie steckt in einer Krise. In knapp 350 Jahren hat die Schnaps-Brennerei schon einiges erlebt. Jetzt muss sie sich der nächsten Herausforderung stellen.

Obwohl das Unternehmen im Jahr 2023 von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft oder kurz DLG für den eigenen Kaki-Quitte-Edel-Likör ausgezeichnet worden sei, habe man trotzdem ein großes Problem. Robert Reznizak leitet das Gut als Geschäftsführer, während er hauptberuflich als Geschäftsführer einer Unternehmensberatung arbeitet. Gegenüber der Braunschweiger Zeitung erklärt er die Lage rund um die Klosterbrennerei.

Trotz guter Marktsituation muss Umbruch her

2023 soll das Traditionsunternehmen 1,5 Millionen Euro Umsatz gemacht haben, bei 100 verkauften Hektolitern. Also ungefähr 100.000 Liter Edelliköre, schreibt die BZ. Trotz solcher Zahlen und wenig Konkurrenz im Harz aufgrund strenger Brennkriterien und Anforderungen muss es ein Umdenken geben.

Man möchte die Zielgruppe verändern: „Unser durchschnittlicher Konsument ist 54 Jahre alt, soll in Zukunft aber jünger werden“, erklärt Reznizak. Dafür habe man vor nicht allzu langer Zeit einige Rezepturen umgestellt, führt er weiter aus. Um die neuen Kreationen zu testen, ziehe die Brennerei verschiedene Tester heran. Von Menschen aus der Landwirtschaft, Hotel, Restaurants oder Profis. Getestet werde in einem zweiwöchigen Rhythmus. Nicht alle Rezepte werden allerdings verändert.

Hier ändert sich nichts

Die Rezeptur für ihren milden Kümmel und den Magenbitter bleiben unverändert, da man für sie bereits ein Klientel für diese Spirituosen habe. Außerdem sollen sie mit einer exklusiven Kräutermixtur der Brennerei hergestellt werden. Gute Gründe, um diese Getränke zu lassen, wie sie sind.

Ein anderer Grund für die Krise könnten die zurückgegangen Zahlen beim Alkoholverbrauch pro Kopf in Deutschland sein. Dieser sie um ein Drittel geschrumpft, berichtet die BZ. Deswegen suche man Wege, um Geld einzusparen. „Wir wollen unseren Umsatz halten, das Ergebnis aber verbessern, indem wir unsere Produktionsprozesse umstellen und effizienter machen.“


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Mit welchen konkreten Maßnahmen sich die Klosterbrennerei Wölttingerode aus der Krise kämpfen will, liest du bei der „Braunschweiger Zeitung“ (HIER geht’s weiter).