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Braunschweig: Kleines Mädchen schickt Botschaft in die Luft – Jahre später passiert ein Wunder

In Braunschweig schickte ein Mädchen vor einer ganzen Weile einen Brief in die Luft. Jetzt ist ihre Botschaft angekommen.

© Candy Pachael

Grundsteinlegung der Sporthalle Lehndorf

Die Bläser der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule musizieren bei der Grundsteinlegung der Sporthalle Lehndorf.

In Braunschweig hat ein kleines Mädchen vor einer Weile einen ganz besonderen Brief abgeschickt. Aber nicht, wie gewöhnlich, mit der Post, sondern an einem Luftballon befestigt. Damit war es für die Absenderin ein Glücksspiel, bei wem und wann ihr Brief ankommt.

Jetzt ist der Brief der Braunschweiger Schülerin aber endlich aufgetaucht. Trotzdem gibt es noch einige Rätsel, die rund um den Brief gelöst werden müssen. Bis jetzt weiß die Schülerin nämlich noch nichts darüber, dass nach ihr gesucht wird.

Braunschweiger Schülerin schickt Brief in den Himmel

Der einfachste Weg, einen Brief abzuschicken ist, ihn zur Post zu bringen. Manchmal werden Briefe aber auch als Flaschenpost oder mit einem Luftballon in den Himmel verschickt. In dem Fall bleibt es eine Überraschung, wann und bei wem der Brief ankommt. Nicht selten findet die Post dann erst Jahrzehnte später an oder sogar in einem ganz anderen Land einen Empfänger. Ein Brief eines Jungen aus München kam zum Beispiel ganze zweieinhalb Jahre später am anderen Ende der Welt in Australien an. Noch andere Dimensionen finden sich bei der klassischen Flaschenpost. Absoluter Rekordhalter ist hier eine Botschaft, die fast ein ganzes Jahrhundert unterwegs war, bis sie gefunden wurde.

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Seit 1914 war sie im Meer vor Glasgow unterwegs. Dort hatte sie ein Forscherteam abgeschickt. 2012 wurde sie dann von einem Fischer in Schottland auf den Shetlandinseln gefunden. Damit hält die Flaschenpost den Rekord im Guinness-Buch. Ganz so lange war der Brief der Schülerin aus Braunschweig nicht unterwegs. 2018 hat sie ihn mit einem Band an einem Luftballon befestigt und in die Lüfte geschickt. Ob auf ihren Brief jemand antworten wird, wusste sie damals noch nicht. Jetzt hat sich die Finderin aber gemeldet.

Erste Spuren auf die Absenderin gefunden

Schon seit einigen Jahren liegt der Brief aus Braunschweig in der Küche der Besitzerin. Sie wohnt fast 300 Kilometer entfernt in Liebenwalde, knapp eine Stunde entfernt von Berlin. Gefunden hat nicht sie selbst den Brief, sondern ihr Mann, schreibt die Frau auf Facebook. Er war zum Pilze suchen im Wald in der Schorfheide im Landkreis Oberhavel unterwegs und hat dort überraschend den Brief der Schülerin gefunden. Auf der Vorderseite des Briefes steht in großen Buchstaben der Name der Schülerin: Heleen. Als sie ihren Brief abgeschickt hat, ist sie gerade in die erste Klasse gegangen. Auf der Rückseite schreibt sie, dass sie den Brief am Tag ihrer Einschulung abgeschickt hat. „Am 11. August 2018 war meine Einschulung. Dabei habe ich diese Karte mit einem Luftballon auf die Reise geschickt“, liest man darauf. Darunter eine Bitte an den Finder, die Postkarte an ihre Schule in Braunschweig zurückzuschicken.


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Heleen ist in Gliesmarode zur Grundschule gegangen. Mittlerweile sitzt sie wohl jede Woche im Klassenzimmer einer anderen Schule, die Finderin sucht deshalb jetzt in den sozialen Medien nach der Schülerin. „Ich hoffe, dass ich hier die Eltern finde oder irgendjemand, der die damalige Erstklässlerin Heleen kennt“, schreibt sie in ihrem Beitrag auf Facebook. Erste Hinweise, wer Heleen sein könnte, gibt es auch schon. „Meine Tochter war die Lehrerin dieses Mädchens“, schreibt eine Nutzerin. Vielleicht findet sich auf diesem Weg die Absenderin des Briefes.